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Papierindustrie warnt vor neuen EU-Klimazielen: 40.000 Arbeitsplätze in Gefahr

Die Entscheidung des EU-Rats hat auch Auswirkungen auf die Kosten von Industriebetrieben.

Das EU-Ziel, die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2030 um 40% zu reduzieren, gefährdet den Standort Österreich für die Papierindustrie und 40.000 Arbeitsplätze.

Bei der UN-Klimakonferenz 2015 in Paris will die EU anbieten, ihre CO2-Emissionen bis 2030 um 40 Prozent zu reduzieren - das wäre doppelt so hoch wie das bisherige Ziel, nämlich minus 20 Prozent CO2 bis 2020 im Vergleich zu 1990. Für die Papierindustrie sind diese Ziele existenzbedrohend. „Die EU-Pläne gefährden unsere Betriebe und deren 40.000 Arbeitsplätze. Die österreichische Papierindustrie hat ihre Hausübungen gemacht und die CO2-Emissionen pro Tonne Papier um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 reduziert – „da sind keine großen Sprünge mehr möglich!“ warnt Dipl.-Ing. Gabriele Herzog, Geschäftsführerin von Austropapier.

Bereits jetzt kämpfen die Betriebe mit den hohen Standortkosten in Österreich und konnten dies in der Vergangenheit nur durch kontinuierliche Verbesserungen und Einsparungen ausgleichen. Eine Anhebung des Klimaziels auf 40 Prozent bis 2030 würde Zusatzkosten für die Papierfabriken bedeuten, die nicht mehr wettzumachen sind. Dabei ist die österreichische Papierindustrie mit ihrem hohen Anteil an Bioenergie – bereits 55 Prozent der Brennstoffe sind biogenen Ursprungs – und ihren höchsteffizienten Anlagen schon längst Vorreiter in Sachen Klimaschutz. So etwa konnte auch der Anteil an fossilen Brennstoffen seit 1990 um 11 Prozent verringert werden.

Die Abwanderungsflut in Länder außerhalb der EU – wo es diese Zusatzkosten nicht gibt – sind bereits vorprogrammiert. 8.000 direkt Beschäftigte vor allem im ländlichen Raum zählt die Papierindustrie im Jahr 2013 – das sind um 35 Prozent weniger als im Klima-Basisjahr 1990. Da waren es noch mehr als 12.000. Dazu kommen weitere Beschäftigte der vor- und nachgelagerten Branchen wie Forstwirtschaft, Sägeindustrie, Papierverarbeitung, Druckereien und Verlage, die direkt mit der Papierindustrie in Verbindung stehen. „Eine Abwanderung würde insgesamt 40.000 Jobs in Österreich aufs Spiel setzen und das vor allem in strukturschwachen Regionen, wo es bereits heute an Jobs mangelt,“ fährt Gabriele Herzog fort.

Daher richtet die Papierindustrie ihren Appell an die Politik: Der Standort Europa muss endlich wieder gestärkt werden! Dazu sind Investitionen und eine vernünftige Klimapolitik nötig, die die heimische Industrie nicht weiter in die Knie zwingt, sondern mit anderen Standorten gleichstellt. „Klimaschutz ist wichtig und gut, kann aber nur funktionieren, wenn jeder seinen Beitrag leistet. Überbordende Klimaziele der EU, losgelöst von anderen Staaten, sind standort- und beschäftigungsvernichtend. Die Papierindustrie hat als „early mover“ schon jahrelang Vorleistungen getätigt; sie darf dafür nicht bestraft werden und muss vor Abwanderungen ins EU-Ausland verschont bleiben“ gibt die Geschäftsführerin der Vereinigung der Österreichischen Papierindustrie zu bedenken.

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