Bei der Papierproduktion werden zur Steigerung des Weißgrades optische Aufheller verwendet. Es sind dies organische Verbindungen, die kurzwelliges, unsichtbares UV-Licht in längerwelliges, sichtbares Licht umwandelt und damit einen Helligkeitseffekt erzeugen. Vom menschlichen Auge wird das als Weißeerhöhung empfunden. Bei dem Vorgang wird die Reflexion gesteigert. Der Reflexionsfaktor im blauen Wellenlängenbereich kann Werte über 100 Prozent (absolut weißer Körper) annehmen. Die Messung der Aufhellung besteht in der messtechnischen Aufspaltung des Reflektionsfaktors in einen Reflexionsanteil und einen Fluoreszenzanteil. Allerdings führt die Vorgangsweise zu Schwierigkeite, in denen die optischen Aufheller auch noch im sichtbaren Wellenlängenbereich absorbiert werden.
Konsumenten wollen weiss
Der Einfluss der Aufheller wird dadurch festgestellt, dass die Weiße des Papieres sowohl mit einer Lichtquelle die UV-Licht enthält, als auch mit einer Lichtquelle die diesen Bereich nicht enthält, gemessen wird. Aus dem Unterschied der Ergebnisse wird dann der Effekt des Aufhellers bestimmt werden. Optische Aufheller werden insbesondere bei hochwertigen Druckpapieren eingesetzt. Der hohe Weißgrad wird oft als Verkaufsargument verwendet. Der Einsatz optischer Aufheller in der österreichischen Papierindustrie stieg Ende der neunziger Jahre drastisch an, ist in den letzten Jahren aber wieder etwas rückläufig.