Die Leimpresse dient der Oberflächenleimung, der Oberflächenfärbung, dem Auftragen einer niedrigen Strichauftragsmenge sowie der Bindung von Oberflächenstaub. Durch das Auftragen von Stärkelösung innerhalb der Papiermaschine wird die Papierqualität, zum Beispiel die Bruchkraft, die Ruppfestigkeit, die Bedruckbarkeit aber auch die Beigefestigkeit und Berstfestigkeit verbessert.
Gutes Fließverhalten beim Auftragen wichtig
Für gestrichene Papiere kann mit der Leimpresse eine wässrige Pigmentdispresion als Vorstrich aufgetragen werden. Die Papierbahn wird dabei durch den Spalt zweier Walzen mit unterschiedlichen Härtegraden in der Oberflächenbeschichtung geführt. Über diesem Spalt, dem Nip, werden Stärkelösungen, Farblösungen, Leimmittel und Pigmentierstreichfarben als Sumpf gehalten, durch den Nip wird die Bahn geführt. Für einen gleichmäßigen Nassfilm bei den hohen Geschwindigkeiten der Papiermaschine ist ein gutes Fliesverhalten der Streichfarbe wichtig. Um übermäßigen Turbulenzen im Sumpf vorzubeugen, werden große Walzendurchmesser bevorzugt. Dadurch wird der Sumpf vergrößert. Die Leimpresse ist innerhalb der Trockenpartie nach ca. zwei Drittel der Gesamttrocknungsfläche angeordnet. Der Trocknungsteil bis zur Leimfläche wird als Vortrockenpartie, das anschließende Drittel als Nachtrockenpartie bezeichnet. Weiterentwicklungen sind der Gate-Roll-Coater bzw. der Speedsizer.