Maschinenfabrikation

Im Jahre 1799 erfand der Franzosen Nicolas-Louis Robert die erste Papiermaschine. Damit konnte man erstmals eine längere feuchte Papierbahn erzeugen. Diese Maschine stellte die Urform unserer heutigen Langsiebpapiermaschinen dar.

Nahezu gleichzeitig entwickelte Joseph Bramah (1805) die Rundsiebmaschine, und im Jahre 1806 machte Moritz Friedrich Illig mit der Leimung des Papierstoffs in der Masse (Masseleimung) mittels Harz und Alaun eine weitere umwälzende Entdeckung, die insbesondere für die Fabrikation beschreibbarer Papiere von großer Bedeutung war. Allerdings verminderte sich wegen der sauren Fahrweise die Alterungsbeständigkeit dieser Papiere, eine der Ursachen für den Zerfall der alten Bücher in unseren Archiven.

Durch die Erfindung der Papiermaschine verstärkte sich der schon im 18. Jahrhundert auftretende Rohstoffmangel der Papiermühlen.

Dadurch wurde in dieser Zeit eine Reihe von Erfindungen gemacht:
1843  Mechanische Zerfaserung des Holzes zu Holzschliff
1854  Chemischer Aufschluss des Holzes zu Natronzellstoff
1863-78 Sulfitzellstoff
1872  Bisulfitzellstoff
1884  Sulfatzellstoff

Diese bewirkten eine Revolutionierung der gesamten Papierherstellung und führten zu einem gewaltigen Aufschwung hinsichtlich der Produktionsmengen.
In kurzer Folge entwickelten sich auch Spezialpapiermaschinen etwa für leichtgewichtige Papiere für hygienische Zwecke oder für die mehrlagige Kartonerzeugung.