Technologie im 20. & 21. Jahrhundert

Im Bestreben, die Blattbildung vor allem bei hohen Geschwindigkeiten zu verbessern, entstand in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine ganze Reihe verschiedener moderner Formen, die Neuerungen im Papiermaschinenbau einleiteten.

Auch wurde die Trockenblattbildungsmaschine erfunden, bei deren Blattbildungsverfahren das Wasser als Verteil- und Transportmittel durch Luft ersetzt wurde. Die Bahnbreiten der Papiermaschinen und ihre Arbeitsgeschwindigkeiten und damit die Erzeugungsmengen wurden ebenfalls immer größer. Elektroantriebe, Mess- und Regeltechnik, Automation bis hin zu Prozessleitsystemen wurden eingeführt.

Nicht nur in quantitativer Hinsicht vollzog sich eine rasante Entwicklung.
Die an das Endprodukt Papier gestellten Anforderungen sind in den vielfältigen Anwendungsbereichen immer weiter gestiegen. Vergleicht man die heutigen Papiere mit ihren Vorgängern, so wird eine enorme Qualitätssteigerung deutlich.

Die moderne Mess- und Regeltechnik gibt dem Papiermacher die Möglichkeit, den gesamten Produktionsvorgang zu automatisieren und damit die Gleichmäßigkeit seiner Erzeugnisse zu gewährleisten. Der Einsatz von Computern macht die Verknüpfung der Rohstoff-, Prozess-, Produkt-, Qualitätssicherungs-, Umwelt- und Dispositionsdaten möglich und erlaubt so eine optimierte Produktionsführung.

Die größten Papiermaschinen können heute 1.700 Tonnen Papier pro Tag erzeugen. Laufend werden neue Rekorde gemeldet.