Der mineralische Anteil von Papier, Karton bzw. Pappe, aber auch von Zellstoff, Holzstoff und Altpapier wird mit dem Aschegehalt beschrieben. Dabei wird eine entsprechende Probe verbrannt und der Rückstand anschließend geglüht (verascht). Der Aschegehalt eines Papiers ist der Prozentsatz des Restmaterials nach dem Erhitzen in Prozent bezogen auf die ofentrockene Probe.
Füllstoffe entscheidend
Der Füllstoffgehalt darf aber nicht mit dem Aschegehalt verwechselt werden, da im Zuge der Veraschung bei den hohen Temperaturen ein Glühverlust eintritt, der bei den verschiedenen Füllstoffen und Streichpigmenten sehr unterschiedlich ist. So wird Papier zum Beispiel bei 900 Grad Celsius verascht. Ist Calciumcarbonat als Füllstoff vorhanden, so zerfällt er bei dieser hohen Temperatur in Calciumoxid und Kohlendioxid, sodass der gefundene Wert entsprechend korrigiert werden muss. Je nach Veraschungstemperaturen ergeben sich damit auch unterschiedliche Aschegehalte. Die Länge der Temperatureinwirkung spielt eine wichtige Rolle, ist jedoch meist nicht genormt.
Papier mit einem Aschegehalt kleiner als ein Prozent wird als aschefrei bezeichnet. Gestrichene Papiere haben große Mengen an Füllstoff, oder Pigmente auf der Oberfläche, wodurch der Aschegehalt auf zehn bis mehr als vierzig Prozent angehoben wird.
Der Aschegehalt von Zellstoffen wird bestimmt bei einer Temperatur von 575 Grad Celsius. Die Temperatur ist viel geringer als bei der Bestimmung des Aschegehaltes von Papier um möglichst wenig anorganisches Material verflüchtigen zu lassen. Hier gibt der Aschegehalt ein Maß für die Menge an anorganischem Material und Mineralsalzen im Rohstoff an.