Papier besteht aus einem Netzwerk aus einem Netzwerk aus Zellstoff- bzw. Holzstofffasern verschiedener Länge, Dicke und Form. Aufgrund dieser Tatsache besitzt das Blatt Luftzwischenräume, die durch Füllstoffteilchen teilweise aufgefüllt werden können. Aufgrund der Luftszwischenräume ist Papier porös. Unter Porosität versteht man das Verhältnis von Porenvolumen zum Gesamtvolumen des Papiers. Je nach Art und Form der Poren sind sie verantwortlich für den Gas- und Flüssigkeitstransport durch das Papier, aber auch für die Benetzung und Feuchtigkeitsaufnahme.
Häufig wird die Luftdurchlässigkeit des Papieres auch als Porosität bezeichnet, die Durchlässigkeit von Papier für Gas wird definiert als die Menge von Gas (Weißluft) die pro Zeiteinheit durch das Papier in Folge eines bestimmten Druckunterschiedes hindurchgehend. Dieses Verfahren ist nach DIN 53120 bzw. ISO 2965 genormt.
Viele Faktoren
Die Porosität von Papier ist von einer Reihe von Faktoren abhängig,, wie der Faserstoffart und der Mahlung des Rohstoffs, das Flächengewicht des Papieres, sowie der Einsatz von Art und Menge der Füllstoffe. Durch eine Oberflächenveredelung wie das Streichen bzw. die Verdichtung des Papieres durch die Satinage wird die Porosität verringert. Eine große Rolle spielt auch die Retention von Füllstoffen und Feinstoffen im Papier. So spielt die Porosität zum Beispiel bei der Verarbeitung von Papierbögen eine Rolle, wenn diese über Vakuumwalzen oder Sauger festgehalten und weiterbewegt werden müssen. Entscheidend ist diese Eigenschaft bei der Bedruckung, in extremen Fällen wird durch Kaschieren mit Kunststoff bzw. Aluminium die Porosität von Papier auf ein Minimum reduziert. Andererseits ist eine hohe Porosität bei Löschpapieren, Filterpapieren und Hygienepapieren die Grundvoraussetzung für den Anwendungszweck.