Die Geschichte des Papiers beginnt in Ägypten. Vor über 5000 Jahren wurde dort aus den aneinander gepressten Stängeln der Papyruspflanze Papier hergestellt. Davon leitet sich auch der Name Papier ab. Papier in einer ähnlichen Form, wie wir es heute kennen, wurde im ersten Jahrhundert nach Christus in China entwickelt. Dort wurde erstmals Papier aus verschiedenen Pflanzenfasern und Hadern (Leinen, Hanf und Flachs) hergestellt, die gestampft, aufgeweicht und schließlich mit einem Sieb geschöpft wurden. Die Kunst der Papierproduktion verbreitete sich in Ostasien und gelangte über den arabischen Raum bis nach Südeuropa.
Papiermühlen breiten sich aus
Die ersten Papiermühlen Europas entstanden im 14. Jahrhundert. Dort wurde bereits Wasserkraft zum Zerstampfen der Hadern eingesetzt –daher kommt auch der Name Papiermühle. Kennzeichen der europäischen Papiere ist seit damals das Wasserzeichen. Die erste „österreichische“ Papiermühle wurde 1321 in Leesdorf bei Baden erwähnt.
Bis zu Beginn der Neuzeit (etwa um 1500) wurde in Europa allerdings meist noch Pergament, eine mit Pottasche oder Kalk gebeizte Tierhaut, als Schreibunterlage verwendet. Einen besonderen Aufwung nahm die Papuiererzeugung nach der Erfindung der Buchdruckerkunst durch Johannes Gutenberg Mitte des 15. Jahrhunderts. Im 16. Jahrhundert war die Papiererzeugung bereits in ganz Österreich verbreitet.