Über Papier

Papier im täglichen Leben

Woher kommt der Name Papier?
Die Bezeichnung Papier leitet sich von der Papyrusstaude cyperus papyrus ab. Papier ist ein flächiger Werkstoff, der in der Regel aus pflanzlichen Fasern besteht und durch Entwässerung einer Faseraufschlämmung über ein Sieb gebildet wird.    
Vier Gruppen von Papiersorten werden unterschieden:
Grafische Papiere, Druckpapiere (Naturpapiere,  gestrichene Papiere, Dünndruckpapiere)
Papier, Karton und Pappe für Verpackungen
Hygienepapier  (Tissuepapier)
Spezialpapiere und -pappen für technische  Verwendungen (z.B. Isolierpapiere, Filterpapiere, Zigarettenpapiere )

Ein Gedankenexperiment – ein Tag ohne Papier
Papier ist der nachhaltige Ausgangsstoff für zahlreiche nützliche und schöne Produkte, ohne die wir   uns unseren Alltag nicht vorstellen können. Ein kleines Gedankenexperiment macht dies deutlich:  Stellen wir uns einen Tag ohne Papier vor! Es gibt keinen Kalender. Die Toilettenpapierrolle ist leer. Wo ist der Kaffeefilter?  Wir suchen nach einem Papiertaschentuch und einer Küchenrolle. Es kommt keine Zeitung.  Ausweise, Geldscheine, Tickets zum Fahren in öffentlichen Verkehrsmitteln fehlen.  Es wird kritisch: Es gibt keine Papier-, Karton- und Pappe-Verpackungen. Es fehlt unser vertrautes Lesemedium, die Haptik des Materials, die Leseruhe, die Vertrauenswürdigkeit der Inhalte und die Speichersicherheit. Und es fehlt an vielen Stellen, wo wir es nicht vermuten: Zum Beispiel  als Innenverkleidungen von Autotüren, Sohlen für Damenschuhe, Lampenschirme oder Spezialfilter.  

Papier im Alltag – eine kleine Auswahl
Ausweis, Automatenkarte, Beipackzettel, Bierdeckel, Briefbogen, Briefmarke, Briefumschlag, Broschüre, Buch, Butterbrotpapier, Comic-Heft, CD-Verpackung, Dämmstoff, Drachen, Drucksache, Erfrischungstuch, Etiketten, Fahrschein, Faltschachtel, Filterpapier, Formular, Foto, Garantiekarte, Gebrauchsanweisung, Geldschein, Geschenkpapier, Getränkekarton, Glückwunschkarte, Heft, Illustrierte, Isolierpapier, Kaffeefilter, Karton, Kassenzettel, Katalog, Kontoauszug, Kopierpapier, Krepppapier,  Küchenrolle, Konfetti, Lampions, Landkarte, Luftschlange, Magazin, Meldezettel, Mehlsäcke,  Notizblock, Notizzettel,  Packpapier, Papierblume, Papierflieger, Papiermodell, Papiertaschentuch, Papierwaren, Pappteller, Plakat, Postkarte, Prospekt, Rauhfasertapete, Rechnung, Reiseführer, Resopalplatte, Sackerl, Sammelalbum, Schallplattencover, Schmierzettel, Schnipsel, Seidenpapier,  Serviette, Strafzettel, Tapeten, Taschentuch, Toilettenpapier, Überweisung, Urkunde, Verpackung, Visitenkarte, Wellpappe, Werbeaussendung, Zeichenblock, Zementsäcke, Zettel, Zeugnis, Zigarettenpapier, Zigarettenschachtel… und so weiter.

Die Vorteile von Papier
Papier funktioniert ohne Strom (Batterie). Es ist leicht, gut bedruckbar und verarbeitbar und zudem aus nachwachsenden bzw. erneuerbaren Rohstoffen. Es lässt sich sehr gut recyceln und kann nach mehrfacher Wiederverwertung am Ende der Wertschöpfung auch noch energetisch genutzt (verbrannt) werden.  Aufgrund der vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten bei den Rohstoffen, der Fertigung, der Verarbeitung gibt es rund 3000 Sorten! Und Papier ist sehr preisgünstig.  

Legen wir Hand ans Papier
Papier muss man fühlen, ertasten (Haptik). Wie fühlen sich die verschiedenen Papier-, Karton- und Pappesorten an?  Machen Sie Ihr eigenes Experiment. Papier kann man hören beim Zerreißen, Zerknüllen und Falten. Üblicherweise sehen wir Papier als das wichtigste Trägermaterial für die Kommunikation. Achten Sie einmal auf die Vielfalt.
Sie werden staunen!