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Klimaschutzpreis 2014 für Bioenergie Aichfeld

Bundesminister Andrä Ruprechter und ORF Generaldirektor Alexander Wrabetz überreichen den Klimaschutzpreis 2014 (Foto: Robert Strasser)

Die Abwärme aus der Zellstoffproduktion der Zellstoff Pöls AG im oberen Murtal ermöglicht seit drei Jahren eine nachhaltige, umweltschonende und regionale Wärmeversorgung für mehr als 15.000 Haushalte.

Der Österreichische Klimaschutzpreis wird von ORF und dem Ministerium für ein Lebenswertes Österreich (BMLFUW) vergeben. 255 Projekte wurden 2014 eingereicht, nur vier davon konnten sowohl die Fachjury als auch das Publikum überzeugen – darunter das Projekt „Bioenergie Aichfeld“ das den Österreichischen Klimaschutzpreis 2014 in der Kategorie „Betriebe“ errang.

Sinnvolle Nutzung von Abwärme
Die Zellstoff Pöls AG verarbeitet jährlich rund 2 Millionen Festmeter Durchforstungsholz und Sägeholz zu Zellstoff und Papier. Die Restwärme, die bei diesem Prozess entsteht, konnte früher aber nur in einem geringen Ausmaß genutzt werden. So wurde gemeinsam mit dem Know-how-Partner „Bioenergie - Wärmeservice aus Köflach“, einem Experten für Fernwärme und Abwärmenutzung, ein Joint Venture gegründet und die Abwärmenutzung sinnvoll mit einem bestehenden Biomasse-Heizwerk und einer Speicherlösung mit Großraum-Fernwärme-Druckspeichern kombiniert. Das ermöglicht eine nachhaltige, umweltschonende und regionale Wärmeversorgung für mehr als 15.000 Haushalte im Großraum Aichfeld. Dafür wurden von der Bioenergie Aichfeld GmbH, einem Joint Venture der Zellstoff Pöls AG und der Bioenergie Wärmeservice GmbH, rund 18 Mio. € investiert und 18 km Fernwärmeleitung verlegt.

Holz zuerst stofflich, dann erst energetisch verwerten
Bundesminister Andrä Ruprechter und ORF Generaldirektor Alexander Wrabetz übergaben den Preis an  Kurt Maier, CEO der Zellstoff Pöls AG und die beiden Geschäftsführer der Bioenergie Aichfeld, Manfred Peischler und Jakob Edler. „Ich bin stolz auf unser Projekt, das den jährlichen CO2 – Ausstoß um rund 32.000 Tonnen reduziert.“, so Maier. „Der Vorteil gegenüber herkömmlichen Biomasseheizwerken liegt darin, dass bei der Zellstoffproduktion das Holz zuerst stofflich verwertet wird und erst danach die energetische Verwertung mit einem sehr hohen Wirkungsgrad erfolgt. So kann man die Wertschöpfungskette Holz optimal ausnutzen.“ Die beiden Geschäftsführer des Joint Ventures, Manfred Peischler und Jakob Edler, betonten die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit den Projektpartnern: „Durch unser gemeinsames Know-how ist es uns gelungen, ein Projekt mit Vorbild-wirkung für viele Regionen umzusetzen.“ Durch das Fernwärme-Projekt können jährlich 60.000 fm Holz und 2 Mio. m³ an Gas, das importiert werden müsste, eingespart werden. Dies trägt wesentlich zu einer gesteigerten Lebensqualität im Aichfeld bei.

Vorstellungsvideo von Bioenergie Aichfeld

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