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Austropapier fordert Belastungsstopp in der Umwelt- und Energiepolitik

v.l.n.r.: Univ.Prof. Dr. W. Bauer (TU Graz), Dkfm. W. Pfarl (Austropapier), Mag. S. Nagl (Bgm. Graz), Dr. M. Oberhumer (Sappi Gratkorn), Univ.Prof. Dr. H. Bischof (TU Graz)
  • Pfarl und Oberhumer: Investitionssicherheit und stabile gesetzliche Rahmenbedingungen sind Gebot der Stunde
  • Zellstoff- und Papierindustrie investierte seit 1990 zwei Milliarden Euro in Umweltschutzmaßnahmen
  • Innovationskraft und technologische Kompetenz wichtiger als überambitionierte Regelungen

Die Unternehmen der heimischen Zellstoff- und Papierindustrie investieren derzeit rund 270 Millionen in den Einsatz neuer Technologien und die Effizienzsteigerung ihrer Anlagen. Damit wird die Wettbewerbskraft der Standorte gestärkt, und es werden bestmögliche Voraussetzungen zum Erhalt der Arbeitsplätze geschaffen.  Stabile gesetzliche Rahmenbedingungen, hohe Rechtssicherheit und ein Belastungsstopp in der Umwelt- und Energiepolitik sind daher absolutes Gebot der Stunde“, unterstrichen Austropapier-Präsident Wolfgang Pfarl und ÖZEPA-Präsident sowie Sappi Gratkorn-Geschäftsführer Max Oberhumer zum Auftakt der Österreichischen Papierfachtagung in Graz.

Austropapier stellte insbesondere die Wasserpolitik und die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie zur Diskussion. „Ressourcen- und Energieeffizienz, Recycling und nachhaltiges Wirtschaften sind für uns keine Werbeslogans, sondern gelebte Praxis. Die Unternehmen der österreichischen Zellstoff- und Papierindustrie haben in den letzten zwanzig Jahren rund zwei Milliarden Euro in Umweltschutzmaßnahmen investiert, davon 600 Millionen Euro in Wassermanagement und Gewässerreinhaltung investiert. Kritische Abwasserparameter wurden drastisch reduziert. Unsere Produktionstechnologien sind heute, gerade was das Wasser anbelangt, von Kreisläufen und höchster Effizienz geprägt. Die Abwassermengen wurden signifikant reduziert, rund neunzig Prozent des von den Betrieben eingesetzten Wassers gelangen sauber zurück in die Gewässer. Für weitere Fortschritte in der Ressourceneffizienz sind Innovationskraft und technologische Kompetenz der Betriebe wichtiger als überambitionierte Vorgaben“, so Ernst Spitzbart, Technischer Direktor der Papierfabrik UPM Kymmene in Steyrermühl, und Gert Pfleger, Umwelt- und Kommunikationsmanager der Norske Skog Bruck. In der heißen Diskussion über das kühle Nass mit  dem Generalsekretär des Lebensministeriums, DDr. Reinhard Mang, der Generalsekretärin von Österreichs Energie, Dr. Barbara Schmidt, dem Geschäftsführer des Umweltbundesamtes, Mag. Georg Rebernig, sowie DDI Stephan Lutter, Forscher am SERI Sustainable Europe Research Institute, zeigten sie die Erfolge der Branche im Detail auf, etwa die Reduktion bei den Abwasserparametern Feststoffe, CSB, BSB5 und AOX. Sie gingen auf die mit der EU-Industrieemissionsrichtlinie und dem neuen BREF-Dokument verbundenen Herausforderungen ein und plädierten für eine Umsetzung dieser EU-Rechtsakte ohne nationale Verschärfungen, damit Betriebe in Bewilligungsverfahren keine Nachteile im internationalen Standortwettbewerb erleiden.

 

 

 

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