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Aktive Klimapolitik

Für die Papierindustrie ist ein rechtlich verbindliches, globales Klimaabkommen essentiell - sowohl für die zukünftige Rohstoffversorgung als auch um im Wettbewerb mit außereuropäischen Standorten.

Negative Auswirkungen des Klimawandels

Laut Klimaexperten ist es dringend notwendig, die Erhöhung der weltweiten Durchschnittstemperatur auf maximal 2° C zu beschränken, um gefährliche Klimaveränderungen zu vermeiden. Ein Nicht-Einhalten dieses maximalen Temperaturanstiegs hätte nach Meinung führender Wissenschaftler katastrophale Folgen für die ganze Menschheit. Klimaforscher prognostizieren unter anderem die Zunahme von Dürren und Extremwetterereignissen (z.B. Stürme), den Verlust zahlreicher Tier- und Pflanzenarten sowie stark veränderte Bedingungen in der Land- und Forstwirtschaft. Auch sind negative Einflüsse auf die Süßwasservorräte der Erde zu erwarten. Für die Papierherstellung kann dies Auswirkungen auf die Rohstoffversorgung haben. 

 

FÜR ein internationales rechtlich verbindliches Klimaabkommen

Um den Klimawandel einzudämmen, ist es erforderlich, so schnell wie möglich weitreichende CO2-Emissionsreduktionen unter Einbeziehung von möglichst allen Industrie- als auch Entwicklungsstaaten zu vereinbaren. Übrig geblieben ist in Kopenhagen allerdings nur eine dreiseitige Willensbekundung, den die UN-Vertragsstaaten "zur Kenntnis nahmen" ohne verbindliche Reduktionsziele zu vereinbaren.

Sinkende CO2-Emissionen

Die Papierbranche emittiert jährlich in etwa 2 Millionen Tonnen CO2. Die klimarelevanten Emissionen pro Tonne Produkt konnten jedoch in den letzten 20 Jahren um 30% reduziert werden.  Die CO2-Emissionen der Papiererzeuger sind in der EU seit 2005 über den EU- Emissionshandel geregelt. Die Unternehmen bekommen jährlich Emissionszertifikate vom Staat zugeteilt, und müssen am Ende eines Jahres so viele Rechte zurückzugeben, wie sie CO2 emittiert haben. Hat ein Unternehmen mehr emittiert als es zugeteilt bekommen hat, muss es Zertifikate zukaufen. Ist es gelungen CO2 einzusparen, kann der Betrieb die übrigen Emissionsrechte verkaufen. Damit wird ein Anreiz zur CO2 Reduktion geschaffen.

Klimaabkommen für gleiche Wettbewerbsbedingungen

Ab 2013 soll das Emissionshandelssystem verschärft werden, um das ambitionierte 20% CO2-Reduktionsziel bis 2020 zu erreichen. Die Unternehmen müssen dann ihre Zertifikate zum Teil (Stromerzeugung) ersteigern. Solange es kein rechtlich verbindliches internationales Klimaabkommen gibt, bedeutet das hohe Zusatzkosten für die europäischen Standorte und damit einen enormen Wettbewerbsnachteil gegenüber Mitbewerbern in anderen Ländern ohne CO2- Restriktionen. Nur ein globales Abkommen mit gleichwertigen Verpflichtungen zur Treibhausgasreduktion kann das Wettbewerbsgleichgewicht wiederherstellen.

 

Ansprechpartner: Mag. Julia Löwenstein, loewenstein@austropapier.at

 

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