Die Zusammenarbeit im Holzsektor hat zum Ziel, die Fabriken zu optimalen Bedingungen mit Holz zu versorgen.
Das benötigte Industrierundholz stammt überwiegend aus heimischen Wäldern. Es fällt im wesentlichen bei Durchforstungen an. Das Industrierundholz unterteilt sich in Faserholz und Schleifholz. Das Faserholz wird zunächst in Hackgut zerkleinert, chemisch aufgeschlossen, zu Zellstoff und in weiterer Folge zu Papier verarbeitet. Schleifholz wird aus frischer Fichte erzeugt und auf mechanischem Weg zu Holzschliff und dann zu Papier verarbeitet.
Aus Hackgut, das als Nebenprodukt bei der Verarbeitung von Sägerundholz anfällt, wird Faserstoff und in weiterer Folge Zellstoff und Papier produziert. Bereits mehr als die Hälfte des Holzverbrauchs der österreichischen Papierindustrie wird durch dieses Sägenebenprodukt gedeckt.
Kooperationsabkommen FPP und Plattform FHP
Seit 1971 arbeiten Forstwirtschaft, Papier- und Plattenindustrie (FPP) zur besseren Nutzung von Synergien bei der Holzbereitstellung und Holzbeschaffung eng zusammen.
Seit 2006 ist diese Zusammenarbeit auf eine wesentlich breitere Basis gestellt worden. In der neuen Kooperationsplattform FHP (Forst Holz Papier) ist jetzt die gesamte Holz verarbeitende Industrie, insbesondere auch die Sägeindustrie, vertreten. (mehr)
Forstzertifizierung
Die Forstzertifizierung ist die Kennzeichnung für Holz als ökologisch, ökonomisch und sozial verantwortliche Waldbewirtschaftung.
Die Österreichische Papierindustrie ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft PEFC Austria (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes Council). Die Arbeitsgemeinschaft stimmt sich in Fragen, die die Zertifizierung nachhaltiger Forstwirtschaft und die Wertschöpfungskette Holz betreffen, ab. Die Wertschöpfungskette oder "Chain of custody" ist der dokumentierte Weg des Holzes in der Verarbeitungskette auf nationaler und internationaler Ebene, mit dem Ziel einer einheitlichen Vorgangsweise.
Es gibt eine ganze Reihe von Zertifizierungssystemen. Aus Sicht der Industrie ist es erforderlich, dass glaubwürdige Zertifizierungssysteme als gleichwertig anerkannt sind.