Geschichte der Vereinigung

Die Papierindustrie ist seit 1872 gemeinsam organisiert.

In den letzten 150 Jahren hat sich die Papierherstellung zu einer sehr modernen und wettbewerbsfähigen Industrie entwickelt. Die Produktion stieg seit dem von 50.000 auf 5.000.000 Tonnen pro Jahr.

Papier wird in Österreich vermutlich seit 1321 hergestellt.
Jahrhundertelang war die Kunst ein Gewerbe, bei dem Stoffhadern per Hand zu Papier geschöpft wurden. Im Zuge der industriellen Revolution in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die Papierherstellung im großen Maßstab durch neue Erfindungen möglich.
Die Struktur der Branche wechselte von der Manufaktur zum industriellen Betrieb. Gleichzeitig wurde der Zunftzwang aufgehoben (1849), was zur Bildung diverser Gewerbevereine führte.

Auch die Papierproduzenten der Monarchie schlossen sich zusammen und gründeten 1872 die Vereinigung, der zuerst ein paar Dutzend Fabriken, später fast die ganze Industrie angehörten.

Aus dem Verein der österreichisch-ungarischen Papierfabrikanten wurde nach zahlreichen Umstrukturierungen und Umbenennungen die heutige Interessenvertretung Austropapier – Vereinigung der Österreichischen Papierindustrie. Die Organe sind die Generalversammlung, der Vorstand und das Präsidium, in denen sich Persönlichkeiten aus den Mitgliedsunternehmen engagieren.

Die Papierindustrie wird weiters durch den Fachverband in der WKÖ vertreten, der durch das Handelskammergesetz 1946 ins Leben gerufen wurde. Er ist besonders für die Bereiche Ausbildung und Sozialpolitik zuständig.
Beide Organisationen nehmen die Interessen der 21 Unternehmen der österreichischen Papierindustrie gemeinsam wahr, durch die Arbeit des Büros und mit der Unterstützung der Funktionäre, Gremien und Ausschüsse.

Die 1912 gegründete ÖZEPA , die Österreichische Vereinigung der Zellstoff und Papierchemiker und -techniker, befasst sich insbesondere mit technischen und produktionsnahen Fragestellungen. 1957 wurde außerdem der Schulverein aufgestellt, dessen Hauptaufgabe der Betrieb des Ausbildungszentrums in Steyrermühl ist. Die Papierindustrie ist auf viele Weisen in den Wertschöpfungsketten von Druckmedien und Verpackungen eingebunden, besonders intensiv arbeitet die Branche in der Plattform FHP (Forst-Holz-Papier), die 2006 aus dem FPP hervorging.  

Seit 1872 bis heute ist die Entwicklung der Branche von Menschen gekennzeichnet, die sich tatkräftig für die positive Entwicklung der Papierindustrie eingesetzt haben.
Seit 2016 steht Dr. Max Oberhumer der Austropapier als 20. Präsident vor.