Aktuelles

Paper & Biorefinery Conference 2019

Papierindustrie setzt auf nachhaltiges Wirtschaften

Der Klimawandel verlangt, dass wir unsere Art zu wirtschaften nachhaltiger gestalten und neue Wege gehen. Die Papierindustrie nimmt hier durch ihre langjährige Kompetenz im Umgang mit dem Rohstoff Holz und der Kreislaufführung von Rohstoffen eine Vorreiterrolle ein. Ganz im Zeichen dieser Leitfunktion steht auch die Paper & Biorefinery Conference 2019 am 5. und 6. Juni 2019.

„Die Papierindustrie ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Steiermark und Vorreiter in Sachen Umweltschutz, Energieeffizienz und optimale Holznutzung. Sie hat das Thema Kreislaufwirtschaft vor allen anderen in den Fokus gerückt“, sagt Hermann Schützenhöfer, Landeshauptmann der Steiermark im Zuge der Eröffnung der Paper & Biorefinery Conference am 5. und 6. Juni 2019 in der Messe Graz. Seitens der Stadt Graz freut sich der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl, die 450 Teilnehmer bereits zum 66. Mal in der „Holzhauptstadt“ begrüßen zu dürfen. Unter dem Leitmotto „Circular Bioeconomy. Being the forerunner!“ diskutieren hochrangige Vertreter aus Wirtschaft und Forschung, wie der Wandel hin zu einer nachhaltigen, kreislaufgeführten Wirtschaftsform gelingen kann, welche Beiträge die Papierindustrie dazu leisten kann und welche politischen Rahmenbedingungen dafür notwendig sind. Austropapier Präsident Christian Skilich eröffnet die Veranstaltung gemeinsam mit Wolfgang Bauer (Institut für Papier- und Zellstofftechnik) und Kurt Maier (Austropapier Vizepräsident). In seinem Eingangsstatement betont Skilich die Vorreiterrolle der Papierindustrie beim Wandel hin zur Bioökonomie. „Der nachhaltige Umgang mit Holz sowie die Kreislaufführung von Rohstoffen liegen in der DNA der Papier- und Zellstoffindustrie. Wir produzieren umweltfreundliche Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen, die mehrfach wiederverwertbar sind und verwerten die Produktionsreststoffe zu wertvollen Nebenprodukten und Ökoenergie.“ Im Economy.Forum gewährt Paola Migliorini von der Abteilung Umwelt der Europäischen Kommission einen Ausblick auf die Aktivitäten der neuen EU Kommission zum Thema Kreislaufwirtschaft. Herbert Anzenberger von Kemira zeigt auf, welche erneuerbaren Ausgangsstoffe aus der Zellstofffabrik in Zukunft fossile in der chemischen Industrie ersetzen können. Andreas Steidl von REWE spricht über nachhaltige Verpackungslösungen und die Herausforderungen im Lebensmittelhandel. Zudem stehen neben zwei Wissens.Foren zu den Themen „Forestry & Climate Change“ und „Biobased Products“ überwiegend technische Themen auf dem Programm, die das Papierinstitut unter Wolfgang Bauer koordiniert.

Im Rahmen der Veranstaltung werden auch die Heinzel-Mondi-Sappi-Awards vergeben. Diese gehen an:
Kategorie „Zellstofferzeugung“:
Grigory Zinovyev (BOKU Tulln)
Arbeit: Getting closer to absolute molar masses of technical lignins

Kategorie „Kaskadische Nutzung von Holz“
Meri Lundahl (Aalto University Finland)
Arbeit: Wet-spun cellulose nanofibril filaments for absorbent, reinforcement, wearable and diagnostic applications

Kategorie „Papier- und Kartonherstellung“:
Jakob Redlinger-Pohn (KTH Royal Institute of Technology Stockholm)
Arbeit: Exploiting Spontaneous Fibre Segregation by Network Formation

Zitate:
„Die Papierindustrie ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Steiermark und Vorreiter in Sachen Umweltschutz, Energieeffizienz und optimale Holznutzung. Sie hat das Thema Kreislaufwirtschaft vor allen anderen in den Fokus gerückt.“
Hermann Schützenhöfer, Landeshauptmann Steiermark

„Der nachhaltige Umgang mit Holz sowie die Kreislaufführung von Rohstoffen liegen in der DNA der Papier- und Zellstoffindustrie. Wir produzieren umweltfreundliche Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen, die mehrfach wiederverwertbar sind und verwerten die Produktionsreststoffe zu wertvollen Nebenprodukten und Ökostrom.“
Christian Skilich, Präsident Austropapier

Foto:
Fotocredit: c-aupa/foto frankl
v.l.n.r. Kurt Maier (Heinzel, Vizepräsident Austropapier), Siegfried Nagl (Bürgermeister Graz), Hermann Schützenhöfer (Landeshauptmann Steiermark), Christian Skilich (Mondi, Präsident Austropapier), Wolfgang Bauer (APV, TU Graz)

zur Fotogalerie

Mehr Informationen:
www.paper-biorefinery.com 
www.austropapier.at

Rückfragen:
Julia Löwenstein, Austropapier Öffentlichkeitsarbeit,
Tel: +43 1 588 86 DW 294
Mail: julia.loewenstein@---nospam---austropapier.at

Die Papierindustrie in Österreich
Die österreichische Papierindustrie hat durch ihren Bedarf an natürlichen Rohstoffen eine lange Tradition der Nachhaltigkeit. Der 100%ige Bezug von Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft, mehrfaches Recycling und mehrstufige Abwasserreinigung sind mittlerweile Standard. Die kaskadische Holznutzung - Mehrfachnutzung, Recycling und abschließende thermische Verwertung - und damit einhergehend die optimale Verwertung des wertvollen Rohstoffes Holz hat sie zur Leitbranche der kreislaufbasierten Bioökonomie gemacht. Mittlerweile erzeugen 24 Betriebe 5 Millionen Tonnen Papier und 2 Millionen Zellstoff pro Jahr und zusätzlich noch Textilien, Nahrungsmittelzusatzstoffe, wie den Zuckerersatzstoff Xylit oder Vanillegeschmack. Auch zahlreiche Vorprodukte für die chemische Industrie kommen aus der Papierindustrie und ersetzen bereits heute erdölbasierte Stoffe. Durch intensive Forschung an weiteren neuen Erzeugnissen aus Holzbestandteilen entwickelt sich die Branche in Richtung Bioraffinerie und ist damit ein wichtiger Teil der Bioökonomie.